Tagungstrends 2026

Individuelle Konzepte, interaktive Formate und persönliche Erlebnisse verändern den Tagungsmarkt

Tagungen verändern sich. Während klassische Konferenzen und Seminare weiterhin einen festen Platz in der Unternehmenswelt haben, entwickeln sich die Erwartungen an Veranstaltungsorte und Tagungskonzepte weiter. Gefragt sind zunehmend flexible Raumlösungen, interaktive Formate und Veranstaltungen, die fachliche Inhalte mit persönlichem Austausch verbinden. Welche Entwicklungen den Tagungsmarkt 2026 prägen, zeigt eine aktuelle Trendbefragung des Tagungsnetzwerks repecon, über die die Süddeutsche Zeitung im Fachbeitrag „Die Trends auf dem Tagungsmarkt“* berichtet.

Mehr als 100 Hoteliers und Verantwortliche aus der Tagungsbranche wurden zu aktuellen Veränderungen und Anforderungen befragt. Ergänzende internationale Studien von Meeting Professionals International (MPI) und EventsAir beleuchten zudem die Bedeutung von Präsenzveranstaltungen, den zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz und die wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche. Die Ergebnisse geben Unternehmen und Veranstaltungsplanern wichtige Hinweise darauf, worauf es bei der Organisation erfolgreicher Tagungen künftig ankommt.

Tagungshotels entwickeln sich zu ganzheitlichen Erlebnisorten

Eine zentrale Entwicklung betrifft die Rolle des Tagungshotels selbst. Es geht längst nicht mehr ausschließlich darum, geeignete Räumlichkeiten und technische Ausstattung bereitzustellen. Vielmehr gewinnt das gesamte Veranstaltungserlebnis an Bedeutung. Laut repecon-Befragung beobachten 42 Prozent der Befragten eine starke oder sehr starke Entwicklung vom klassischen Tagungsort hin zu einem ganzheitlichen Erlebnisort. Weitere 35 Prozent nehmen eine mäßige Veränderung wahr. Das bedeutet nicht, dass jede Veranstaltung ein umfangreiches Rahmenprogramm benötigt. Vielmehr sollen sich Arbeitsphasen, persönliche Begegnungen und ergänzende Aktivitäten sinnvoll miteinander verbinden lassen. Ein Strategieworkshop kann beispielsweise durch einen gemeinsamen Spaziergang ergänzt werden, während bei einer mehrtägigen Führungskräftetagung informelle Gespräche am Abend zusätzliche Möglichkeiten für den Austausch schaffen.

Auch Outdoor-Angebote gewinnen an Bedeutung: Bereits 57 Prozent der befragten Häuser haben entsprechende Möglichkeiten in ihr Veranstaltungsangebot integriert. Gerade Tagungsdestinationen außerhalb großer Städte können von dieser Entwicklung profitieren. In Bad Aibling lassen sich professionelle Tagungen mit Aktivitäten im oberbayerischen Alpenvorland kombinieren. Die naturnahe Umgebung eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für gemeinsame Erlebnisse und einen bewussten Wechsel zwischen konzentrierten Arbeitsphasen und Pausen. Welche Angebote sich dafür eignen, zeigt unser Beitrag „Rahmenprogramme für Tagungen und Business-Events in Bad Aibling“.

Interaktive Workshops statt ausschließlich klassischer Vorträge

Ein weiterer Trend betrifft die Gestaltung von Tagungen und Konferenzen. Während frontale Vorträge weiterhin sinnvoll sein können, gewinnen Veranstaltungsformate mit aktiver Beteiligung der Teilnehmer an Bedeutung. In der repecon-Befragung werden Kleingruppenworkshops von 73 Prozent der Befragten als relevantes Veranstaltungsformat genannt. Gleichzeitig beobachten 40 Prozent eine wachsende Nachfrage nach interaktiven Formaten. Dahinter steht ein verändertes Verständnis erfolgreicher Veranstaltungen: Teilnehmer sollen Informationen nicht nur aufnehmen, sondern sich aktiv mit Themen auseinandersetzen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam Ergebnisse entwickeln.

Für die Veranstaltungsplanung ergeben sich daraus neue Anforderungen. Statt einer festen Bestuhlung für den gesamten Tag werden häufiger flexible Raumkonzepte benötigt. Dazu gehören beispielsweise separate Gruppenräume, unterschiedliche Bestuhlungsvarianten und ausreichend Platz für kreative Arbeitsmethoden. Auch die technische Ausstattung muss sich an den jeweiligen Veranstaltungsablauf anpassen lassen.

In Bad Aibling stehen mit vier Tagungshotels und dem Kurhaus unterschiedliche Räumlichkeiten für Seminare, Workshops, Konferenzen und größere Business-Events zur Verfügung. Veranstalter können damit je nach Teilnehmerzahl und Zielsetzung passende Rahmenbedingungen wählen. Weitere Informationen zu den Anforderungen an zeitgemäße Veranstaltungsräume finden sich in unserem Beitrag „Moderne Tagungen brauchen die richtige Ausstattung“.

Individuelle Tagungskonzepte gewinnen an Bedeutung

Mit den veränderten Veranstaltungsformaten steigen auch die Erwartungen an die Beratung und Betreuung durch Tagungshotels. 69 Prozent der im Rahmen der repecon-Befragung befragten Häuser klären individuelle Kundenwünsche bereits vor der Erstellung eines ersten Angebots. Die Zahl verdeutlicht, wie wichtig eine bedarfsgerechte Veranstaltungsplanung geworden ist. Unternehmen suchen nicht ausschließlich einen Konferenzraum für eine bestimmte Personenzahl. Entscheidend ist vielmehr, ob der Veranstaltungsort die konkreten Ziele und Anforderungen der Tagung unterstützt.

Dazu gehören unter anderem die gewünschte Arbeitsatmosphäre, passende Raumgrößen, technische Möglichkeiten, Verpflegung, Übernachtungsangebote und gegebenenfalls ergänzende Aktivitäten. Ein eintägiges Fachseminar stellt andere Anforderungen als eine mehrtägige Strategietagung oder ein Teamworkshop mit verschiedenen Arbeitsgruppen. Für Veranstaltungsplaner lohnt es sich deshalb, bereits vor der Location-Anfrage zentrale Fragen zu klären: Welche Ergebnisse sollen erreicht werden? Wie sollen die Teilnehmer zusammenarbeiten? Welche räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen sind dafür erforderlich?

MICE Bad Aibling unterstützt Unternehmen bei der Suche nach einer geeigneten Tagungslocation. Über die zentrale Anlaufstelle können Veranstalter Informationen zu den verschiedenen Tagungshäusern erhalten und passende Möglichkeiten für ihre Veranstaltung prüfen lassen.

Präsenzveranstaltungen bleiben wichtig – trotz wirtschaftlicher Herausforderungen

Neben neuen Veranstaltungsformaten beschäftigen sich aktuelle Branchenstudien auch mit der Frage, welche Rolle persönliche Treffen in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt spielen. Die internationale EventsAir-Studie „The State of Events 2026“, für die mehr als 380 Eventprofis befragt wurden, unterstreicht die Bedeutung von Präsenzveranstaltungen. 97,4 Prozent der Befragten bewerten persönliche Veranstaltungen als sehr oder moderat wichtig. Gleichzeitig stehen viele Veranstaltungsplaner vor wirtschaftlichen Herausforderungen. 61,9 Prozent nennen Budgetbeschränkungen als großes Problem. Lediglich sieben Prozent rechnen mit einer deutlichen Erhöhung ihrer Veranstaltungsbudgets.

Diese Ergebnisse zeigen ein Spannungsfeld: Unternehmen erkennen weiterhin den Wert persönlicher Begegnungen, müssen Veranstaltungen aber zunehmend wirtschaftlich planen. Damit rückt der konkrete Nutzen einer Tagung stärker in den Vordergrund. Veranstaltungen sollen nicht nur stattfinden, sondern einen nachvollziehbaren Beitrag zu Wissensaustausch, Zusammenarbeit, Weiterbildung oder strategischer Entwicklung leisten. Gerade bei komplexen Fragestellungen können persönliche Treffen Vorteile bieten. Direkte Rückfragen, spontane Diskussionen und informelle Gespräche ermöglichen einen Austausch, der über die reine Informationsvermittlung hinausgeht.

Künstliche Intelligenz verändert die Veranstaltungsplanung

Auch künstliche Intelligenz entwickelt sich zu einem wichtigen Thema innerhalb der MICE-Branche. Laut dem im Fachbeitrag der Süddeutschen Zeitung zitierten MPI-Branchenreport „Meetings Outlook“ nutzten im ersten Quartal 2026 bereits 70 Prozent der befragten Eventprofis regelmäßig KI. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 43 Prozent. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Recherche geeigneter Veranstaltungsorte über die Erstellung von Ablaufplänen bis zur Unterstützung bei organisatorischen Aufgaben und der Teilnehmerkommunikation. Für Veranstaltungsplaner können KI-Anwendungen dabei helfen, Informationen schneller zu strukturieren und verschiedene Optionen miteinander zu vergleichen.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die digitale Darstellung von Tagungsangeboten. Informationen zu Raumgrößen, Teilnehmerkapazitäten, technischer Ausstattung, Erreichbarkeit und zusätzlichen Leistungen sollten möglichst verständlich, vollständig und aktuell verfügbar sein. Denn nur wenn die relevanten Angaben vorhanden sind, können Veranstaltungsplaner und digitale Planungssysteme beurteilen, ob eine Location zu den Anforderungen einer bestimmten Veranstaltung passt. Für Tagungsdestinationen wird eine transparente und gut strukturierte Präsentation ihrer Angebote damit zunehmend wichtiger.

Umweltbezogene Kriterien werden bei der Location-Auswahl wichtiger

Neben technischen und organisatorischen Entwicklungen beschäftigt sich die Tagungsbranche weiterhin mit ökologischen Anforderungen. Die repecon-Befragung zeigt, dass zahlreiche Tagungshäuser bereits Maßnahmen in Bereichen wie Energieeffizienz, regionaler Beschaffung, Abfallvermeidung und Reinigung umsetzen. Gleichzeitig verfügen 48 Prozent der befragten Häuser über keines der in der Umfrage abgefragten Nachhaltigkeitssiegel.

Für Unternehmen bedeutet das, bei der Veranstaltungsplanung genauer auf konkrete Maßnahmen und nachvollziehbare Angaben zu achten. Statt allgemeiner Nachhaltigkeitsversprechen sind beispielsweise Informationen zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu regionalen Verpflegungsangeboten oder zu dokumentierten Umweltmaßnahmen eines Hauses hilfreich. Auch die Erreichbarkeit einer Tagungsdestination kann bei der Planung eine Rolle spielen.

Bad Aibling liegt rund 55 Kilometer südöstlich von München und ist sowohl über die Autobahn A8 als auch mit der Bahn erreichbar. Für Unternehmen aus dem Großraum München und dem südlichen Oberbayern ergeben sich dadurch verschiedene Anreisemöglichkeiten. Welche Umweltwirkungen eine Veranstaltung tatsächlich verursacht, hängt jedoch von der konkreten Organisation, der Anreise der Teilnehmer und weiteren Faktoren ab.

Tagungsstandorte außerhalb der Großstadt bieten neue Möglichkeiten

Die Ergebnisse der Branchenstudien beschreiben übergreifende Entwicklungen und lassen sich nicht unmittelbar auf einzelne Regionen übertragen. Dennoch verdeutlichen sie, welche Anforderungen Veranstaltungsplaner bei der Auswahl einer Location berücksichtigen sollten. Flexible Räume, individuelle Betreuung, eine passende Infrastruktur und Möglichkeiten für persönliche Begegnungen gehören zu den Faktoren, die bei modernen Tagungen an Bedeutung gewinnen.

Vor diesem Hintergrund können auch Tagungsstandorte außerhalb großer Metropolen interessant sein. Bad Aibling verbindet die Nähe zum Wirtschaftsraum München mit einer Lage im oberbayerischen Alpenvorland. Unternehmen können ihre Veranstaltungen damit außerhalb des gewohnten Büro- und Großstadtumfelds organisieren, ohne auf professionelle Tagungsinfrastruktur verzichten zu müssen. Die vier Tagungshotels und das Kurhaus bieten unterschiedliche Voraussetzungen für kleinere Workshops, mehrtägige Seminare, Konferenzen und größere Veranstaltungen. Hinzu kommen Übernachtungsmöglichkeiten sowie Angebote für gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Tagungsprogramms. Für Unternehmen, die einen gut erreichbaren Veranstaltungs- und Tagungsort nahe München suchen, kann diese Kombination eine interessante Option darstellen.

Erfolgreiche Tagungen werden individueller und zielgerichteter

Die aktuellen Branchenbefragungen zeigen, dass sich der Tagungsmarkt weiterentwickelt. Interaktive Formate, individuelle Veranstaltungskonzepte und persönliche Erlebnisse gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig bleiben Präsenzveranstaltungen ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskommunikation, auch wenn wirtschaftliche Rahmenbedingungen eine sorgfältige Planung erfordern.

Für Veranstalter bedeutet das vor allem eines: Eine erfolgreiche Tagung beginnt mit einer klaren Zielsetzung. Erst wenn feststeht, welche Inhalte vermittelt, welche Ergebnisse erarbeitet und welche Begegnungen ermöglicht werden sollen, lässt sich der passende Veranstaltungsort auswählen. Dabei kommt es nicht zwangsläufig auf besonders aufwendige Konzepte an. Entscheidend ist, dass Raumgestaltung, Ausstattung, Betreuung und Umgebung zur jeweiligen Veranstaltung passen. Mit seinen unterschiedlichen Tagungslocations, der Nähe zu München und der Lage im Alpenvorland bietet Bad Aibling vielseitige Möglichkeiten, moderne Tagungsformate umzusetzen.

Sie planen eine Tagung, einen Workshop oder ein Business-Event in Oberbayern? Über MICE Bad Aibling erhalten Sie Informationen zu den verschiedenen Veranstaltungsorten und können eine unverbindliche Anfrage stellen.

*Der Fachbeitrag greift Ergebnisse einer zum Veröffentlichungszeitpunkt noch laufenden Trendbefragung des Tagungsnetzwerks repecon mit mehr als 100 Branchenvertretern sowie Ergebnisse der internationalen Studien „Meetings Outlook“ von Meeting Professionals International (MPI) und „The State of Events 2026“ von EventsAir auf. Die genannten Umfragewerte beziehen sich auf die jeweiligen Befragten und stellen keine repräsentativen Kennzahlen speziell für den Tagungsmarkt in Bayern oder Oberbayern dar.