Gedenken zum 5. Jahrestag des Zugunglücks am 9. Februar 2021

Anlässlich des 5. Jahrestages des furchtbaren Zugunglücks vom 9. Februar 2016 fand aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen ein stilles Gedenken im kleinen Kreise an der Gedenkstätte an der Rosenheimer Straße statt. Dennoch wurde der Tag nicht einfach übergangen, sondern innegehalten im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten. Das Hauptanliegen ist und bleibt auch zum 5. Jahrestag des tragischen Zugunglücks von Bad Aibling das Gedenken an die Opfer vom 9. Februar 2016. Die Stadt Bad Aibling und die geladenen Gäste wollten an die toten und verletzten Fahrgäste und Zugführer erinnern. „Unser Signal richtet sich aber auch an die Angehörigen, die heute noch mit diesem schweren Verlust zu kämpfen haben, und die Überlebenden“, so der Erste Bürgermeister Stephan Schlier.

Als Erinnerung an den Unfallzeitpunkt vor fünf Jahren um 06:47 Uhr läuteten heute früh die Kirchenglocken der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, der Kirche St. Georg und der evangelisch-lutherischen Kirche für zehn Minuten.

Als Vertreter der Politik waren für den Freistaat Bayern in Vertretung von Frau Staatsministerin Kerstin Schreyer die Ministerialdirektorin Brigitta Brunner vom Bayerischen Staatsministerium Wohnen, Bau und Verkehr, der Landrat des Landkreises Rosenheim Herr Otto Lederer und der Altbürgermeister der Stadt Bad Aibling Herr Felix Schwaller anwesend.

Für die Deutsche Bahn kamen der Konzernbevollmächtigte für den Freistaat Bayern Herr Klaus-Dieter Josel und für die Bayerische Regiobahn der technische Geschäftsführer Herr Arnulf Schuchmann zur Gedenkfeier.

Der Kreisbrandrat des Landkreises Rosenheim Herr Richard Schrank sowie der damalige Einsatzleiter und 1. Kommandant der Feuerwehr Bad Aibling Herr Wolfram Höfler nahmen stellvertretend für alle Hilfskräfte teil.

Nach der Begrüßung und einer kurzen Ansprache durch den Ersten Bürgermeister Stephan Schlier legten Herr Klaus-Dieter Josel und Herr Arnulf Schuchmann gemeinsam mit dem Bürgermeister die Blumenbuketts der Deutschen Bahn, der Bayerischen Regiobahn und der Stadt Bad Aibling nieder und hielten inne.

Es folgte eine kurze Andacht und ein gemeinsames Gebet unserer Pfarrer Georg Neumaier und Markus Merz.

Am Ende dieses Gedenkens bedankte sich der Erste Bürgermeister Stephan Schlier für das Kommen und die Anteilnahme. „Ein besonderer Dank und meine Hochachtung gilt auch fünf Jahre nach dem tragischen Unglück erneut unseren Einsatzkräften, die mir neben den Opfern und den Angehörigen in Erinnerung blieben. Feuerwehr, BRK, Wasserwacht, Bergwacht, DLRG, THW und viele andere haben in einem beispiellosen schwierigen und psychisch stark belastenden Einsatz hervorragend zusammengearbeitet und so Leben retten können. Ihnen gilt unsere Anerkennung. Ein Dank gilt außerdem Frau Jessica Meyer von der DB und Frau Bettina Zenkert von der Bayerischen Regiobahn, die die Stadt Bad Aibling bei der Organisation unterstützt haben und heute ebenfalls anwesend sind,“ so Stephan Schlier zum Abschluss.

Offizielle Pressemitteilung der Stadt Bad Aibling

Pressemitteilung:

 

5. Jahrestag des Zugunglücks in Bad Aibling

Vertreter von Politik und Bahn gedenken Opfern im kleinsten Kreis

 

Bad Aibling – Fünf Jahre nach dem tragischen Zugunglück vom 9. Februar 2016 fand in Bad Aibling heute um 09.30 Uhr ein stilles Gedenken an der vor vier Jahren errichteten Erinnerungsskulptur statt. Nach einer Begrüßung durch den Ersten Bürgermeister Stephan Schlier hielten die wenigen geladenen Gäste kurz inne. Die Stadt Bad Aibling (Stephan Schlier), die Deutsche Bahn (Klaus-Dieter Josel) und die Bayerische Regiobahn (Arnulf Schuchmann) legten je einen Kranz für die Opfer nieder. Schlier bezeichnete das Zugunglück als den schwärzesten Tag in Bad Aiblings jüngerer Geschichte. „Uns war es ein großes Anliegen, trotz der noch geltendenden, strengen Corona Bestimmungen ein Gedenken zumindest im kleinsten Kreis möglich zu machen“, so der Bürgermeister weiter. Stadtpfarrer Georg Neumaier und Pfarrer Markus Merz sprachen jeweils ein kurzes Gebet.

 

Ministerialdirektorin Brigitta Brunner war in Vertretung der Bayerischen Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr Frau Kerstin Schreyer anwesend. Die Bayerische Verkehrsministerin teilte mit, „dass sich das schreckliche Zugunglück vor fünf Jahren mit seinen bestürzen Bildern tief in unser aller Gedächtnis eingebrannt habe. Ich bin an diesem Jahrestag in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen.“

Rosenheims Landrat Otto Lederer, der von Kreisbrandrat Richard Schrank als Vertreter aller Rettungsorganisationen begleitet wurde, zollte den unzähligen Einsatzkräften, darunter Feuerwehren, BRK, Wasserwacht, Bergwacht, DLRG und THW seine Hochachtung. In einem äußerst anspruchsvollen und psychisch sehr belastenden Einsatz sei hervorragend zusammen gearbeitet worden und man habe Menschenleben gerettet.

 

Der  Konzernbevollmächtigte der Bahn für den Freistaat Bayern, Klaus-Dieter Josel, betonte, dass auch fünf Jahre nach dem Zugunglück dieser schreckliche Moment für alle Bahner noch in Erinnerung sei. Sein Mitgefühl gelte den Familien und Hinterbliebenen. „Heute gedenken wir im Besonderen der Opfer, die dieses Eisenbahnunglück gefordert hat,“ schloß Josel. Auch der technische Geschäftsführer der Bayerischen Regiobahn GmbH, Arnulf Schuchmann, zeigte die tiefe Betroffenheit seines Unternehmens mit den Worten „Das schreckliche Unglück macht uns immer noch betroffen. Unser Zugpersonal legt zum Gedenken an alle Opfer mittags um zwölf Uhr eine Schweigeminute ein. Wir trauern mit den Angehörigen, die mit dem Verlust leben müssen, und wir denken an diejenigen, die bis heute unter den Folgen des Unglücks leiden.“