Waldbaden – die heilende Kraft der Natur

Veröffentlicht von Redaktion am 06. September 2021

Waldbaden gilt in Japan nicht nur als Medizin, auch die Wissenschaft ist darauf aufmerksam geworden. Was steckt dahinter?

In den Wald eintauchen: Das klingt erst einmal nach einem ausgedehnten Spaziergang, bei welchem der ein oder andere Pilz gesammelt wird. Doch die Bezeichnung „eintauchen“ ist hier wörtlich zu nehmen. Denn das Waldbaden gilt in Japan nicht nur als Medizin, auch die Wissenschaft ist darauf aufmerksam geworden und hat den Trend genauer unter die Lupe genommen.

Eine Deutsche Waldbademeisterin ohne umliegenden See

Lorsbach, im Taunus beherbergt eine Waldbademeisterin. Ja, so etwas gibt es tatsächlich. Und auch wenn wir Bademeister/innen nur mit Schwimmbädern und abgetrennten Strandbereichen assoziieren, so haben diese Naturfans auch im Wald ihre Daseinsberechtigung. Und das obwohl der nächste Waldsee keinesfalls in der Nähe liegt. Das Haus von Annette Bernjus befindet sich mitten im Wald. Und auch wenn neben ihrer Waldhütte die Schwarzbach und die Goldbach fließen, so ist an Schwimmen nicht zu denken, da beide Flüsse zu flach sind.

Doch was genau macht die Bademeisterin zwischen den Bäumen: Waldbaden!?

Bäume gibt es im Lorsbachtal genug. Schließlich handelt es sich um einen Wald. Ihre Umgebung definiert sich aus Fichtenbepflanzungen, Apfelbäumen, Buchen- und Eichenwäldern. Da stellt sich natürlich die Frage, ob die Bademeisterin im Laub baden geht?! Taucht sie vielleicht in Moos, Farne und Wurzelwerk ein? Sie selbst kann über ihre Berufsbezeichnung nur lachen. Denn diese gibt es offiziell gar nicht. Dennoch hat ihre Tätigkeit etwas mit dem Eintauchen zu tun. Die 56-jährige hat es sich zur Aufgabe gemacht, das „Waldbaden“ in Deutschland zu etablieren. Und um dieses Ziel zu erreichen, bildet sie Kursleiter aus. Und das Ganze sogar deutschlandweit, was sie sogar dazu veranlasste, ein Buch darüber zu schreiben. Darin geht es natürlich um das Waldbaden.

Was ist denn nun „Waldbaden“?

Bernjus erklärt, dass das Waldbaden bedeutet, in den Wald, beziehungsweise dessen angenehme Atmosphäre einzutauchen. Was der Wald beim Eintauchen zu bieten hat? Würzige Düfte, mild schimmerndes Licht, klare Luft, das Bodenfedern unter den Füßen und natürlich das Wiegen der Baumwipfel im Wind. Die Bademeisterin im Wald verweist darauf, dass uns der Wald guttut und bringt dabei eine fernöstliche Tradition zur Sprache: Das sogenannte Shinrin-yoku. Übersetzt bedeutet das: Wald(luft)bad.

Bereits Anfang der 80er Jahre wurde das Shinrin-yoku vom japanischen Landwirtschaftsministerium eingeführt. Dazu wurde sogar ein Forschungsprogramm gefördert, welches finanziell in Millionenhöhe durchgeführt wurde.

Das Waldbaden in der Wissenschaft

Ziel dieses Forschungsprogramms war es, die medizinische Wirkung nachzuweisen, welche beim Waldbaden unseren Körper beeinflusst. Vor über 10 Jahren wurde in Japan das erste Zentrum für die spezielle Waldtherapie eröffnet. Inzwischen ist es an den japanischen Universitäten sogar möglich, eine fachärztliche Spezialisierung in Bezug auf Waldmedizin anzustreben. Der nationale Erholungswald Akasawa wurde extra mit Wegen versehen, welche jedes Jahr von fünf Millionen Japanern genutzt werden.

In Südkorea werden immer neue „Forest Bath Parks“ angelegt, welche sich in der Nähe von Städten befinden. Der hügelige Norden in Südkorea beherbergt inzwischen sogar fünf „Natural Recreation Forests“ in erstaunlicher Größe.

Warum nicht einfach nur Spazierengehen?

Letztendlich sind wir alle schon einmal in den Wald eingetaucht. Zum Beispiel an einem nieselreichen Tag im Herbst, wenn der Wald eben besonders nach Wald riecht. Doch da waren wir eben einfach nur spazieren und keineswegs tauchen. Da stellt sich natürlich die Frage, was es mit diesem Begriff auf sich hat. Schließlich klingt das Waldtauchen eher nach einem Marketing-Ausdruck, welcher von Tourismus-Managern kreiert wurde, um Besucher in die Region zu locken. Weit gefehlt, wie Sie nun erfahren haben.

Gefühlte oder wissenschaftlich belegbare Wellness-Effekte?

Sowohl in Deutschland, als auch in Österreich werden aktuell Forschungen betrieben, ob das Waldbaden tatsächlich für medizinische Zwecke eingesetzt werden kann, oder ob es sich nicht einfach nur um Einbildung handelt, weil man beim Waldbaden eben genauer hinschaut, fühlt und riecht. Wir lassen uns überraschen und sind schon jetzt auf die Forschungsergebnisse gespannt.

Unser Ort Bad Aibling – umgeben von Wäldern

In unserer Region können Sie die Wirkung von Natur mehr als genug testen. Ob Sie die „Kraft der Berge“ nutzen oder in die Wälder „hineintauchen“ – das können Sie entscheiden. Denn unsere Umgebung bittet alles, was der Gesundheit dient. So oder so wird es Ihnen also guttun.

Bad Aibling bewegt – Unser Gesundheitstipp:

Vielleicht nutzen Sie die Kraft des Naturmoores, gepaart mit einem gut geschulten medizinischen Umfeld und einer Landschaft welche die Seele berauscht!?

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