Gesunder Genuss: Kulinarische Reise durch Bad Aibling

Veröffentlicht von Redaktion am 05. Februar 2020

Bad Aiblinger Köche kochen gemeinsam. Somit haben wir auch das Rezept veröffentlicht.

Messerscharf … Dass Essen Leib und Seele zusammenhält, ist ja nicht gerade eine revolutionäre Erkenntnis. Ganz frisch sind aber die Vorschläge von zwei Bad Aiblinger Köchen, die mit neuen Ideen für gesunden Genuss in ihren Restaurants überraschen.

Eine kulinarische Reise durch die Restaurants Bad Aiblings Teil 1:

Was für eine angenehme Diskussion – was kochen wir denn heute? Zuerst einmal geht es auf den Markt. Hier gibt es Inspirationen und frischeste Zutaten. Denn das Menü von Fjodor Rolew und Maximilian Lindner soll neu und leicht werden, einmal nicht der typische Schweinsbraten. Und gut nach zu kochen. Gemüse und Fisch – da sind sich die beiden Aiblinger Köche einig – schmecken, sind ebenso bekömmlich und gesund.

Außerdem gibt es viele Zutaten direkt aus der Umgebung von Bad Aibling. Denn das Wichtigste beim Kochen ist, dass es Spaß macht, dass man Regeln man auch mal übergeht und das Kreative im Vordergrund steht. So erklärt Fjodor Rolew, Koch und Inhaber des Restaurants „Genuss Art“:

„Ich habe das Rezept entwickelt, weil ich gerne Neues ausprobiere und zum Beispiel ein regionales Gemüse wie Gurke mit exotischeren Zutaten kombinieren wollte. Zudme verwende ich somit frische Produkte, mische vieles miteinander und freue mich am Ende, was dabei herauskommt.“

Für Rolew war früh klar, Koch zu werden

„Denn ich habe schon als Kind bei meiner Mama in der Küche gestanden und mitgemacht.“ Seit drei Jahren hat er nun sein eigenes Restaurant in Bad Aibling – nach Lehr- und Wanderjahren unter anderem in Weihenlinden und beim Sterne-Koch Patric Coudert.

Koch hat auch Maximilian Lindner gelernt, im berühmten Restaurant „Erbprinz“ in Ettlingen. Denn es war klar, dass er das Hotel „Johannisbad“ in Bad Aibling von seinen Eltern übernehmen würde, das bereits seit 1930 seiner Familie gehört.

Heute kocht er etwa einmal in der Woche. Denn recht viel mehr Zeit bleibt bei den zahlreichen Aufgaben eines Hotelchefs nicht. Ebenfalls mag Lindner regionale Fische wie den Saibling besonders gern und hat ihn deswegen auch für unser Menü ausgewählt.

„Wir haben ebenfalls eine sehr gute Fischzucht ganz in der Nähe und der Saibling ist mal was anderes als etwa Forellen. Besonders interessant wird aber das Rezept durch die Kombination mit dem feinen Waldgeschmack der Schwammerl, wie Pilze bei uns in Bayern genannt werden.“

Die Stimmung in der Küche ist locker, wo eine Pfanne fehlt, reicht der Kollege sie schnell mal über den Herd. Tipps werden außerdem ausgetauscht und bald duftet es sehr angenehm. Es wäre doch zu schade, nur Fotos von diesen wunderbaren Kreationen zu machen, beschließt das Foto- und Redaktionsteam und bietet sich daher als Vorkoster an. Schmeckt, geht schnell und einfach. Ebenso überzeugt es auch noch optisch, lauten die Kommentare. Somit gleich das Fazit: „Messerscharfe Ideen. Das wird nachgekocht.“

Fjodor Rolew: Wenn man die Jakobsmuscheln in einer Mischung aus etwas Mehl und Kurkuma wendet, sorgt das somit beim Braten für eine schöne Farbe. Wer mag, kann die Fischpfanne mit etwas Cognac ablöschen und flambieren. Denn das rundet den Geschmack ab und macht ordentlich Eindruck bei Gästen.

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Duett von gebratenen Jakobsmuscheln und Garnelen auf Limonengrasspieß auf einem Bett von Gurkennudeln und Papaya

Rezept für 4 Personen:

Zutaten:

Für die Mayonnaise:

  • 2 Eigelb
  • 2 EL scharfer Senf
  • 150 ml Pflanzenöl
  • Saft einer ½ Zitrone
  • 1 Chilischote, fein gewürfelt
  • Salz und Pfeffer

 

Für das Duett und
seine Begleitung:

  • 4 Riesengarnelen
  • 4 Jakobsmuscheln
  • 4 Stängel Zitronengras
  • 1 Papaya
  • 1 Salatgurke
  • Einige Blätter frisches Basilikum
  • 1 Knoblauchzehe
  • 6 EL Olivenöl
  • 2 EL Weißweinessig
  • 1 TL Honig sowie
  • Salz, Pfeffer

 

Für die Dekoration
(je nach Lust und Laune):

  • 100 g rote und gelbe Cocktailtomaten
  • 1 Stück Ingwer
  • gehackte Pistazien
  • Chilifäden und
  • Sojasauce

Zubereitung:

Als erstes die Mayonnaise aus Eigelb, Senf und Öl zubereiten. Wichtig ist, dass alles die gleiche Temperatur hat. Dann mit Zitronensaft abschmecken und die gehackte Chilischotes somit untermischen. Die Garnelen schälen und den Darm ebenfalls entfernen. Danach Garnelen und Jakobsmuscheln abbrausen und auch trocken tupfen. Die Salatgurke schälen und mit dem Sparschäler dünne Streifen abschneiden, bis man zu den Kernen kommt.

Papaya ebenfalls schälen und Streifen abschneiden. Außerdem die Streifen mit Salz, Pfeffer, Weißweinessig, Honig und 3 EL Olivenöl marinieren, das grob zerzupfte Basilikum dann zugeben. Nun das restliche Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen sowie die geschälte Knoblauchzehe dazugeben. Garnelen und Jakobsmuscheln von beiden Seiten je 2 Minuten braten, danach etwas Butter hinzugeben. Die Pfanne nun vom Herd nehmen und alles darin ziehen lassen. Anschließend auf die geputzten und angespitzten Zitronengrasstängel spießen.

Zum Servieren:
Die marinierten Gurken- und Papaya-Streifen auf 4 Teller verteilen, die Spieße ebenfalls darauf geben. Die Mayonnaise in Tupfen auf den Tellerrändern geben. Wer mag, kann die Teller zudem mit etwas Soja-sauce, Cocktailtomaten, Chilifäden sowie Streifen Ingwer und/oder gehackte Pistazien dekorieren.

Eine kulinarische Reise durch die Restaurants Bad Aiblings: Das 2. Rezept

Saiblingsfilet auf Blattspinat mit sautierten Baby-Pfifferlingen

Rezept jeweils für 4 Personen

Zutaten:

  • 4 Saiblingsfilets à ca. 150 g
  • 500 g Blattspinat
  • 250 g Baby-Pfifferlinge
  • 1 Schalotte
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss sowie
  • Knoblauch, Zitrone, Butter, Öl

Zubereitung:

Die Saiblingsfilets putzen und jeweils dann in 3 gleiche Teile schneiden sowie die Fleischseite mit Salz und Zitronensaft würzen. Dann etwas Öl in eine Pfanne geben, heiß werden lassen und die Saiblingsfilets mit der Hautseite nach unten in die Pfanne geben. Bei leichter Hitze langsam garen, aber nicht umdrehen! Danach die Pfifferlinge in kaltem Wasser kurz abwaschen und auf ein Tuch oder Küchenkrepp zum Trocknen geben. Eine Pfanne mit etwas Butter heiß werden lassen, die Pfifferlinge somit hinein geben und bei schwacher Hitze garen. Nun den  Blattspinat in kaltem Wasser waschen, dann in ein Tuch geben und trocken schleudern. Ebenfalls einen Topf aufsetzen und die Butter hinein geben sowie die kleingehackte Schalotte zugeben und glasig werden lassen. Nun den Spinat dazu, mit Salz, Pfeffer, etwas Muskat und ganz, ganz wenig Knoblauch abschmecken.

Zum Servieren:
Zuerst den Spinat auf die vorgewärmten Teller geben. Dann die Fischfilets an den Spinat anlegen und die Pilze hübsch auf dem Teller verteilen.

 

Unsere Teams der Restaurants in Bad Aibling sagen: Guten Appetit!

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