Die große Vielfalt: Den Sommer leben und genießen

Veröffentlicht von Redaktion am 04. Juli 2020

Biergarten in Bad Aibling

Sommer, Sonne, Biergarten in Bad Aibling. Was gibt es Besseres, als an einem heißen Sommermittag im Schatten unter Kastanien zu essen oder den Abend auf einer Restaurantterrasse zu genießen. So fühlt sich das Leben gleich viel freier an, heiter und leicht. In Bad Aibling gibt es zum Glück eine beeindruckende Vielfalt zum draußen Sitzen: Hier ein hübsches Café mit einer Terrasse an Glonn oder Mühlbach, dort eine verlockende Eisdiele, an der nächsten Ecke ein gemütlicher Gastgarten und noch ein wenig weiter ein Restaurant mit einer liebevoll ausgestatteten Terrasse. Weil bei uns mit vielen frischen und meist regionalen Zutaten gekocht wird, ist der Genuss auch noch gesund. Das Leben kann so schön sein.

Schöne Wirtsgärten und Terrassen haben wir uns für heute vorgenommen und einen kleinen Querschnitt durch die Küchenvielfalt Bad Aiblings. Spannend, was es da zu entdecken gibt und was wir so nebenbei lernen.

Gasthof Kriechbaumer: So schön bayerisch

Unsere erste Station heute ist bayerisch, richtig bayerisch. Im Aiblinger Ortsteil Mietraching liegt der schöne Gasthof Kriechbaumer mit seinem traumhaften Gastgarten. „Die alten Kastanien hier sind schon über 100 Jahre alt, die hat mein Urgroßva- ter Franz gepflanzt“, erzählt uns Wirt Franz Kriechbaumer und sagt weiter:

„Unser Gasthof war und ist ein Familienbetrieb, seit über 160 Jahren. Mein Vorfahre Balthasar Niedermeier hat den Gasthof mit Landwirtschaft gebaut. Erst seit der Urgroßvater Kriechbaumer aus Ellmosen nach Mietraching geheiratet hat, heißt unsere Wirtschaft auch Kriechbaumer.“

Man sieht dem liebevoll renovierten Haus an, dass hier Tradition gelebt wird. Auch in der Küche steht Bayerisches auf dem Programm – von der aufgeschmolzenen Brotsuppe bis zum Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln. Aber auch Vegetarisches, Fisch und Brotzeiten finden sich. Für uns hat Franz Kriechbaumer gefüllte Kalbsbrust zubereitet. Ganz schön aufwendig, aber vor allem köstlich und traditionsreich.

Herrlich, so ein ein Biergarten in Bad Aibling

Und weil wir so neugierig nachfragen, erzählt er uns auch, wie man so etwas kocht: „Für die Füllung nehmen wir gelbe Rüben, Sellerie, Lauch und Zwiebeln, schneiden sie in Streifen und dünsten sie an. Das wird mit Kalbsbrät und Eiern, Salz und Pfeffer gemischt. Die genauen Mengen zu benennen, ist für uns gar nicht einfach, weil wir die Zutaten nach Gefühl hernehmen. In die Kalbsbrust schneiden wir für die Füllung eine Tasche hinein, das kann man auch vom Metzger machen lassen. Dann kommt der Braten in einer Reine bei 160 Grad in den Ofen, für etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Ab und zu löschen wir den Braten mit Fonds oder Wein ab.“

Mit Kartoffeln, Gemüse und reichlich Sauce stehen die Teller nun vor uns und wir sind schon nach dem ersten Pro- bieren sehr glücklich in unserem baye- rischen Garten. Und wir sind sehr beru- higt, dass auch die Zukunft von Gasthof und Garten gesichert zu sein scheint: „Meine beiden Buben Franz und Seppi wollen auf jeden Fall Köche werden. Sie sind zwar noch klein, aber schauen wir mal, wie sich das weiter entwickelt“, so Vater Franz.

Kriechbaumer hat in Bad Aibling Koch gelernt und liebt seine Heimat. Nicht nur, weil sie so schöne Traditionen pfleg und wunderbare Gerichte kennt, son- dern auch, weil für ihn die Landschaft perfekt ist: „Wenn ich Zeit habe, bin ich ein begeisterter Rennradler. Das geht hier bei uns besonders gut“, sagt Franz Kriechbaumer. Wer es ausprobieren will, kann den Gasthof zum Ausgangs- punkt seiner Touren machen, denn beim „Kriechbaumer“ gibt es auch gemütlich eingerichtete Zimmer.

Biergarten in Bad Aibling: Spanisch geht es für uns weiter. Aber nur der Sprache nach:

Die Fledermaus – Echte Grillmeister 

Wir wechseln jetzt mal kurz den Kontinent und lernen ein argentinisches Asado kennen. Sabine Schmidt de Ducasse und ihr Sohn Pablo Ducasse haben für uns im weitläufigen Garten der „Fledermaus“ ihren typisch argentinischen Grill angeheizt und uns eine beeindruckende Grillplatte vorbereitet. Sabine Schmidt de Ducasse hat deutsche Eltern, ist aber in Argentinien geboren und aufgewachsen. Seit bald 20 Jahren ist sie jetzt in Deutschland, aber kochen mag sie doch lieber argentinisch: „Ich wollte unsere argentinische Heimat mit nach Bad Aibling bringen und hier bekannter machen. Außerdem leben viele Südamerikaner in der Gegend, so dass wir inzwischen jeden letzten Mittwoch im Monat einen Stammtisch mit spanisch sprechenden Gästen haben.“

Von Argentinien nach Bad Aibling erscheint uns nicht der nächste Weg, aber Sabine Schmidt de Ducasse hat eine einleuchtende Erklärung: „Ich war in meiner Jugend zum Studium in der Region und fand es so schön, dass es mich wieder her gezogen hat.“ Gekocht hat sie schon in Argentinien. Und jetzt also kocht sie seit 2017 argentinisch – in der Bad Aiblinger „Fledermaus“. Klingt etwas verwunderlich, ist trotzdem ganz einfach, findet Sabine Schmidt de Ducasse:

Die Fledermaus gibt es seit rund 80 Jahren. Seither heißt sie so und jeder in Bad Aibling kennt sie. Also haben wir den Namen gelassen, nur das Logo verändert – und das, was auf die Tische kommt. Auch den großen Grill gab es schon länger. Der wurde aber nicht genutzt. Wir haben ihn umgebaut. Jetzt hat er einen höhen- verstellbaren Grillrost mit extra Profilen, damit das Fett aus dem Fleisch nicht in die Glut läuft – das ist nicht nur typisch argentinisch, sondern auch viel gesünder.“

Sooooo lecker im Biergarten Bad Aibling

Auf der Karte stehen argentinische Steaks, Chorizo, eine argentinische Grillwurst und Morcilla, eine Art Blut- wurst mit speziellen Gewürzen, Nüssen und Rosinen. Zum Gegrillten gibt es Chimichurri, eine Vinaigrette mit Kräu- tern und Knoblauch sowie Salsa criolla, was einheimische Sauce bedeutet, die unter anderem aus Tomaten, Paprika und Zwiebel besteht.

Wunderbar schmecken auch ihre Empanadas, ein Gebäck aus einem speziellen Teig, das sehr unterschied- lich gefüllt werden kann – mit Mais, mit Rinderhack, Eiern und Kreuzkümmel oder mit Schinken, Käse und Oliven. „Wir backen die Empanadas im Ofen. Man kann sie zwar auch frittieren, das wird dann aber recht mächtig“, verrät uns Sabine Schmidt de Ducasse. Pablo, der in Innsbruck Wirtschaftswissenschaften studiert und seine Mutter im Service unterstützt, lässt uns eine kleine Auswahl probieren. Und wir können uns gar nicht entscheiden, welche Füllung uns am besten schmeckt.
Wenn sie Zeit hat, erzählt Sabine Schmidt de Ducasse, geht sie am liebsten Eisessen in der Kirchzeile.

Frisch auf den Tisch im Biergarten Johannisbad

Bayerische Hausmannskost schmeckt deshalb so gut, weil sie bestenfalls aus regionalen Zutaten zubereitet wird: Das findet auch der Küchenchef Maximilian Linder des Bad Aiblinger Hotels Johannisbad. Er ist passionierter Barbecue-Fan und steht im Sommer freitagabends persönlich am Grill und nimmt die Bestellungen seiner Gäste entgegen. Empfehlenswert ist sein Saibling- Filet auf buntem Gemüse und knusprigen Röstkartoffeln. Die Fische stammen aus einer nachhaltigen Zucht gleich „um die Ecke“ – ganz frisch gefangen, ein wahrer Genuss. Die Gartenwirtschaft des Hotels Johannisbad ist ideales Plätzchen, in das Radler gern nach einem Ausflug entlang der Glonn einkehren.

Kulinarischer Leckerbissen Zum Heiss

Wilder Gaumenschmaus: Das familiär geführte Restaurant „zum Heiss“ ist nicht nur bekannt für seinen gemütlichen Biergarten mit herrlichem Alpenpanorama, sondern auch für die saisonabhängigen Wild-Gerichte. Der Gastronom Hubert Lang ist selbst Jäger und weiß genau, wie gutes Wild zubereitet wird und schmecken muss, nämlich aromatisch, klar und frisch mit einer nussig-würzigen Note. Wenn Lang nicht selbst auf die Pirsch geht, um seinen Gästen bestes Wildfleisch zu servieren, verwendet der Waidmann für die Bewirtung seiner Gäste ausschließlich Wild anderer ortsansässigen Jäger. Sein persönlicher Favorit auf der Speisekarte ist der Zeller Wild-Burger: Edle Gewürze betonen die exotischen Aromen des Wildbrets, kross gebratener Speck und würziger Bergkäse runden das Geschmackserlebnis ab. Mit Aussicht auf das Wendelsteingebirge und die reizvolle oberbayerische Landschaft schmecken die bayerischen Patties noch mal so gut.

Königlicher Biergenuss im Bräustüberl der Schlossbrauerei Maxlrain

Das Renaissance-Schloss Maxlrain mit seiner Schlossbrauerei Maxlrain ist beliebter Treffpunkt von Jung und Alt, nicht zuletzt wegen des selbst gebrauten Bieres. Schon zum zehnten Mal in Folge hat die Deutsche Landwirtschafts- Gemeinschaft (DLG) die fünfzehn unterschiedlichen Biersorten der Schlossbrauerei für ihre langjährige Produktqualität ausgezeichnet. Die süffig-selbstgebrauten Getränke genießen Golfer, Radler und Bierfreunde im Schlossgarten, auf dem Gelände der ehemaligen Apfelkellerei und dem Pferdestall.

„Keeping it classy“ im modernen Ambiente-Biergarten Antons

Bayerische Küche meets modernen Zeitgeist im Biergarten Anton´s” im Kurhaus von Bad Aibling. Auf der Speisekarte stehen neben frischer Hausmannskost mit leckerem Gemüse auch bayerische Originale wie Wurstsalat und Obazda mit Brezen. Der Biergarten ist bayerisch gemütlich, aber dennoch trendbewusst und modern. Jede Woche spielt eine Live-Band. Highlight der Woche ist den gemeinsamen Sonntags-„Frühshoppen“ mit ofenfrischen „Kesselweißwürst“, knuspriger Brezel und schmackhaftem Weißbier aus der Lokalbrauerei Maxlbräu.

Wer im Anschluss einen Verdauungsspaziergang braucht, findet im angrenzenden Kurpark von Bad Aibling eine Vielzahl von Wegen, zwischen Blumen und Bäumen im Grünen die Runden zu drehen.

Fazit zum Thema: Biergarten in Bad Aibling

Natürlich hat Bad Aibling zu jeder Jahreszeit seinen Reiz. Aber besonders schön ist es bei uns im Sommer, wenn Leben und Genießen sich draußen abspielen. Wir freuen uns auf Sie! Bad Aibling  – da muss man hin, wenn wahrer Genuss und Erholung einem wichtig ist.

 

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