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Das Schwedendenkmal

Abbildung des Schwedendenkmals

am Fuße des Hofbergs

 

Im letzten Jahr des dreißigjährigen Krieges kam es zu einem folgenschweren Zusammenstoß zwischen der Aiblinger Bürgerwehr und schwedischen Truppen, die am Westerfeld (nahe der heutigen US-Station) ihr Lager aufgeschlagen hatten. Nach ihrem missglückten Ausfall retteten sich die Aiblinger auf den befestigten Kirchhof der Pfarrkirche und versuchten dort bis zuletzt, sich zu verteidigen. Doch die Schweden machten die gesamte männliche Bevölkerung nieder. Der Sage nach sollen nur zwei Männer, die sich im Kamin des Grabenschusterhauses versteckten, das Gemetzel lebend überstanden haben. Die Toten wurden in einem Sammelgrab unmittelbar am Fuße des Hofbergs unterhalb des Pflegeschlosses beerdigt. Eine ursprünglich vorhandene Gedenkkapelle wurde später wieder entfernt. Dafür errichtete die Gemeinde Aibling um die Jahrhundertwende zum Gedächtnis der Gefallenen an dieser Stelle eine marmorne Tafel: Das sogenannte Schwedendenkmal.
Die ebenfalls vom Schwedeneinfall kündende Inschrift an der Fassade des benachbarten Grabenschusterhauses ging 1979 mit dem Gebäude verloren und ist heute auf einer Marmortafel in der Schützenkapelle festgehalten:


Anno 1646 dies Haus schon stand / Zum Grabenschuster wars benannt / Als von den wilden Schwedenhorden / Viel Bürger sind erschlagen worden / Und all ihr Hab und Gut vernichtet / Haben zwei sich hieher geflüchtet / Allwo sie ihm Kamin versteckt / Kein Feindesauge hat er entdeckt / Gott schütz dies Haus noch viele Jahr / Vor jedem Unglück und Gefahr.

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