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Webcam Rathausaufbau
Informationen zum Neubau des Rathauses am Marienplatz
Während am Marienplatz die Bauarbeiten für die Sanierung der Brücken und die Neugestaltung des Platzes beginnen, schreiten die Arbeiten im Innern des neuen Rathauses zügig voran.
Die inneren Trennwände sind mittlerweile erstellt, lediglich an der großen Atriumwand wird noch gearbeitet. Diese faltet sich vom Erdgeschoss bis unter das Dach und wird durch ihre Form und ihre Materialität das Licht lenken und reflektieren. Daraus entwickelt sich eine räumliche Skulptur, welche neben den funktionalen Aspekten das Atrium zu einem besonderen Raum machen wird.
Ebenfalls in Arbeit sind noch die abgehängten Decken, die sowohl zur raumakustischen Verbesserung beitragen als auch die erforderlichen Installationen beispielsweise in den Sanitärräumen verbergen. In den besonderen Bereichen der Eingänge und Balkone entwickeln sich diese Decken in Form von Metallblechen weiter nach außen als Vordächer und Leibungen. Diese werden von der Fassadenfirma hergestellt und montiert.
Von der Trockenbaufirma werden auch größtenteils die Türzargen montiert, die Türblätter werden separat eingebaut und werden derzeit ausgeschrieben.
Als Bodenaufbauten kommen Estrich und in den hochinstallierten Bereichen sogenannte Doppelböden zum Einsatz. Letztere bestehen aus faserverstärkten Gipsplatten die im Raster von 60 cm auf Stelzfüßen verlegt werden. Der Vorteil davon ist, dass neben der schnellen Bauzeit der dadurch entstehende Hohlraum für Installationen genutzt werden kann und zu einem späteren Zeitpunkt zugänglich bleibt.
Estrich wird im Keller, Erdgeschoss und in einigen Nebenräumen in den Obergeschossen eingebaut, alle übrigen Bereiche erhalten Doppelböden. Diese Arbeiten sind weitestgehend abgeschlossen.
Die Firmen für die Bodenbeläge sind bereits beauftragt und werden in Kürze mit der Ausführung beginnen. Die öffentlichen Bereiche im Erdgeschoss erhalten denselben Granitbelag wie das Pflaster auf dem Marienplatz, lediglich mit einem anderen, für Innenbereiche geeigneten Schliff. Die Atriumbereiche in den oberen Geschossen sowie die Treppen erhalten einen Belag aus Betonwerkstein. Bücherei, Büros und Säle erhalten Teppichbeläge.
Weit fortgeschritten sind die Rohinstallationen der haustechnischen Gewerke, die wie bereits erwähnt „unsichtbar“ in Wänden, Decken, Böden oder separaten Schächten verlaufen. Hier stehen bald die Endmontagen wie etwa Schalter und Steckdosen, Leuchten etc. an.
Nachdem das Dach bereits Ende letzten Jahres provisorisch abgedichtet wurde, ist inzwischen auch die Dämmung und die endgültige Abdichtung eingebaut worden. Lediglich die Fertigstellung der Fassaden dauerte länger als ursprünglich vorgesehen. Sowohl an der Glasfassade im Erdgeschoss als auch die Beplankung der Holzfassade in den Obergeschossen wird derzeit noch gearbeitet.
Die „Enthüllung der Fassade“ soll im Rahmen eines Baustellenfestes voraussichtlich noch im Juni 2012 stattfinden.
Für die parallel durchgeführten Arbeiten am Marienplatz wurde bereits der Bauzaun umgebaut und der Kran abgebaut. Der Großteil der noch benötigten Baustoffe wurde deshalb bereits angeliefert und wird in das Gebäude gebracht.
Der Bauzeitenplan wurde weitestgehend eingehalten, sodass mit einer Fertigstellung des Gebäudes bis Ende September 2012 gerechnet werden kann.


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