Fairtrade-Stadt Bad Aibling

Titelerneuerung „Fairtrade-Stadt Bad Aibling“ September 2015

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Zwei Jahre sind vergangen seit Bad Aibling der Titel Fairtrade-Stadt durch die Organisation Transfair e.V. verliehen wurde. Nun wurde erneut geprüft, ob die Kriterien weiterhin erfüllt werden. Erfreulicherweise hat sich hier eine positive Entwicklung ergeben. Weitere Einzelhändler haben sich der Kampagne angeschlossen und so sind neben Lebensmitteln und Blumen in Bad Aibling beispielsweise auch Kleidung, Wolle und Sportbälle aus fairem Handel in insgesamt 15 Aiblinger Geschäften erhältlich. Darüber hinaus haben auch 8 Super- und Drogeriemärkte, sowie Discounter faire Produkte im Sortiment.

Auf vielfältige Weise engagieren sich die Schüler und Lehrkräfte an der Wilhelm-Leibl Realschule, den städtischen Schulen: St.-Georg-Grund- und Mittelschule und Luitpold-Grundschule, dem Gymnasium Bad Aibling und dem Bildungshaus der Diakonie. Und mit dem Kinderhaus Camino ist auch die erste Kinderbetreuungseinrichtung aktiv dabei.

Bei den Vereinen gibt es mit dem GTEV „Edelweiß“, die uns z.B. die ersten Fairen Fasching-Guatl bescherten, einen weiteren offiziellen Unterstützer.

Ebenso setzen sich die katholischen Stadtkirche und die evangelisch-luth. Christus-Kirche für den gerechten Handel ein.

Somit konnte im Rahmen der „Fairen Woche“ am 25.09. vor dem Rathaus die Fairtrade-Stadt-Fahne gehisst und die Titelerneuerung öffentlich bekannt gegeben werden. Da dieser Tag der  „Coffee-Fairday“ war wurde dementsprechend mit einem fairen Kaffee darauf angestoßen, dass Bad Aibling den Titel weitere vier Jahre führen darf.

http://media.aib-kur.de/mediathek/kategorie/stadtjournal-tv/video/stadtjournal-bad-aibling-tv-oktober-2015/

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Bilder: Aib-Stimme

Bad Aibling ist die 197. Fairtrade-Stadt in Deutschland

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Am 27.09.2013 wurde unserer Stadt der Titel Fairtrade-Stadt im Rahmen einer offiziellen Feier verliehen.

"My Fair Ladys and Gentlemen ..." so leitete Manfred Holz, Ehrenbotschafter von Transfair e.V. seine anregenden Rede über die Fairtrade-Bewegung international und in Deutschland ein und begeisterte mit seiner temperamentvollen Laudation für den verantwortungsvollen Konsum und Solidarität in der Welt. „Ich war sehr beeindruckt von dem vielfältigen Engagement in Bad Aibling" so Manfred Holz.

Bad Aibling erfüllt -wie alle Fairtrade-Towns weltweit- fünf Kriterien der Organisation Transfair. Unter anderem werden faire Produkte im Rathaus verwendet und in den Aiblinger Geschäften und der Gastronomie angeboten. Die Aktivitäten in den Aiblinger Schulen, Kindergärten, Vereinen und Kirchen spielen ebenfalls eine große Rolle.

In zwei Jahren wird eine erneute Prüfung der Kriterien durch Transfair e.V. erfolgen und es wäre schön, wenn wir Aiblinger dann nicht nur den Titelerhalt schaffen würden, sondern aufzeigen könnten, welche Entwicklungen es in diesem Bereich in der Zwischenzeit gegeben hat, so Ellen Fischer, Sprecherin der Steuerungsgruppe. Jeder kann dazu beitragen. Sei es durch den Kauf und Verkauf von fairen Produkten oder durch Unterstützung in den Institutionen, Vereinen und Einrichtungen der Stadt.

Bad Aibling wird „Fairtrade-Stadt“…

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… und gehört damit zu den über 180 Fairtrade-Towns in Deutschland. Weltweit sind es mittlerweile über weit über 1000 Städte – darunter London, Rom, Brüssel und San Francisco.

Die Auszeichnung findet am Freitag, 27.09.2013 im Rahmen einer offiziellen Feier, zu der auch die beteiligten Unternehmen, Schulen, Vereine, Gemeinden und Medienvertreter geladen sind, statt.

Bürgermeister Felix Schwaller wird die Gäste begrüßen und die Sprecherin der Steuerungsgruppe, Ellen Fischer über den fairen Handel in Bad Aibling berichten.

Anschließend redet Manfred Holz, Ehrenbotschafter von TransFair,e.V. über die Bedeutung des  Fairen Handels und übergibt die Urkunde „Fairtrade-Stadt Bad Aibling““ offiziell an die Stadt Bad Aibling.

Musikalisch umrahmt wird das Programm von SchülerInnen der Wilhelm-Leibl-Realschule, Bad Aibling. Die SchülerInnen der St.-Georg Mittelschule werden sich um das leibliche Wohl der Gäste bemühen.

Parallel zur offiziellen Feier wird es vor dem Rathaus einem Infostand geben. Da im Rahmen der Fairen Woche dieser Tag dem Fairen Kaffee gewidmet ist, besteht die Möglichkeit Kaffee zu verkosten und als besonderes Highlight für die Kinder gibt es frisch zubereitete faire Zuckerwatte.

Fairtrade-Stadt: Erstes Etappenziel erreicht!

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Positive Resonanz bei Einzelhandel und Gastronomie

Bereits gut einen Monat nachdem zur Beteiligung an der Kampagne „Bad Aibling soll Fairtrade-Stadt werden“ aufgerufen wurde, kann die Steuerungsgruppe erfreut berichten, dass zahlreich gemeldet wurde „Wir sind dabei“. Aus allen Bereichen: Einzelhandel, Gastronomie, Vereine, Schulen und Pfarrgemeinden gingen Meldungen über verwendete Produkte oder Aktivitäten zum Thema Fairer Handel ein. Seit Mitte Februar können auch die zahlreichen Besucher im Lesecafe der Stadtbücherei nun Fairtrade-Kaffee genießen. Für Teetrinker stehen fünf verschiedene Teesorten zur Auswahl, die ebenfalls aus fairem Handel stammen.

Somit sind, nach den ersten zwei Kriterien -Ratsbeschluss und Bildung der Steuerungsgruppe-, nun auch die für die Bewerbung erforderlichen drei weiteren Kriterien erfüllt.

Als nächsten Schritt wird die Steuerungsgruppe die Bewerbungsunterlagen erstellen und bei der TransFair-Organisation zur Prüfung einreichen.

Es ist erfreulich, dass in Bad Aibling sowohl der regionale, wie auch der faire Handel so gut vertreten sind. Bei beiden geht es um die gerechte Entlohnung von Bauern und Handwerkern. Letztlich sind es trotz der oft nachteiligen Bedingungen, weltweit noch immer die Kleinbauern und andere kleine Lebensmittelproduzenten, die den größten Teil der benötigten Lebensmittel produzieren.

Wer sich im Internet über die Kampagne oder den fairen Handel informieren möchte, findet Informationen dazu unter www.fairtrade-towns.de  und www.fairtrade-deutschland.de.

Ellen Fischer, Sprecherin der Steuerungsgruppe „Fairtrade-Stadt Bad Aibling" steht Ihnen auch gerne für Fragen zur Verfügung. Tel.: 08061 386922 E-Mail: kontakt@ellenfischer.org

Startschuss mit dem Ratsbeschluss!

In der Stadtratssitzung am 25.10.2012 erläuterte Anita Fuchs (GOL) noch einmal kurz den von allen Fraktionen eingereichten Antrag –s.unten-.

Bürgermeister Felix Schwaller betonte, die Entscheidung sei als ein Signal zu werten - denn bezüglich dieses Themenkomplexes sei ein gesellschaftlicher Wandel im Gang. Bei vier Gegenstimmen beschloss der Stadtrat, sich um den Titel Fairtrade-Stadt zu bemühen und mit einer lokalen Lenkungsgruppe zu starten.

Die nun zu gründende lokale Steuerungsgruppe soll die Aktivitäten auf dem Weg zur "Fairtrade-Stadt" vor Ort koordinieren. Sobald alle Kriterien erfüllt sind, wird die Stadt die Bewerbung um den Titel bei TransFair e.V. einreichen.

Bad Aibling soll „Fairtrade-Town" werden

Den fairen Handel mit dem eigenen Handeln unterstützen, das ist ein Anliegen, das die Aiblinger Stadtratsfraktionen mit einem Antrag unterstützen wollen.

Produkte aus fairem Handel sollen durch das Fairtrade-Stadt-Projekt verstärkt ins Bewusstsein gerückt werden bekräftigte Anita Fuchs (GOL), die das Vorhaben erläuterte.

Bereits auf dem Weg zur Mitgliedschaft in diesem Städtebündnis müssen etliche Kriterien erfüllt werden, die in erster Linie die Verwendung von fair gehandelten Waren beinhalten.

Die Entscheidung, diesen Weg gemeinsam zu beschreiten, soll noch im Oktober fallen. Bad Aibling wäre laut Fuchs dann Vorreiter im Landkreis Rosenheim.

Der Titel "Fairtrade-Town" wird von der gemeinnützigen Organisation TransFair e.V. an Kommunen verliehen, die fünf -weltweit einheitlich festgesetzte- Kriterien erfüllen. So muss zunächst der Beschluss der Stadt vorliegen, dass beispielsweise bei Sitzungen des Stadtrates Fairtrade-Kaffee verwendet wird. "Konkret könnte ich mir zudem vorstellen, dass die Stadt im Rahmen der Mitgliedschaft zunächst Präsente wie Blumensträuße und Geschenkkörbe nach den entsprechenden Richtlinien beschafft. Auch im Rathaus müssten Kaffee, Tee und Gebäck das Fairtrade-Siegel tragen", so Fuchs.

Des Weiteren müsste eine lokale Steuerungsgruppe gebildet werden, die auf dem Weg zur "Fairtrade-Stadt" die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Die Bereitschaft zur Mitarbeit in Bad Aibling haben laut Fuchs bereits Vertreter der Volkshochschule und des Weltladens erklärt. Sie selbst stünde als Vertreterin des Stadtrates zur Verfügung. Das Mitwirken weiterer Ratskollegen sowie Vertreter aus Einzelhandel, Kirchen, Schulen und Vereinen seien wünschenswert.

Zu den Kriterien gehört jedoch auch, dass in den lokalen Einzelhandelsgeschäften Produkte aus fairem Handel angeboten beziehungsweise in den Lokalen ausgeschenkt werden. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen müssen Fairtrade-Produkte verwendet werden. Hinzu kommen Bildungsaktivitäten zum Thema "fairer Handel" sowie eine entsprechende Berichterstattung über Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt.

"Sobald alle Kriterien erfüllt sind, reicht die Stadt die Bewerbung um den Titel bei TransFair ein", schilderte Fuchs das Procedere. Als positives Signal für den Willen wertet die GOL-Stadträtin unter anderem auch die Entscheidung des Stadtrates, für den Bau der neuen Stadtmitte Granit aus dem Bayerischen Wald anstelle aus China ("Abbau unter zweifelhaften Arbeitsbedingungen") zu verwenden.

Generell würde der Titel "Fairtrade-Stadt“ nicht nur dem Image der Stadt gut tun, sondern auch bereits vorhandene Initiativen in Bad Aibling unterstützen, betonte Fuchs. Unter anderem nannte sie den gut angenommenen Weltladen in der Griesgasse sowie die Kirchengemeinden, die schon seit Jahren fair gehandelte Produkte bei Veranstaltungen anböten. Neben dem Naturkostladen verfügten auch Supermärkte und Discounter über ein wachsendes Angebot von Waren mit dem entsprechenden Siegel.

Überdies habe die Volkshochschule im aktuellen Herbst-/Wintersemester das Thema Nachhaltigkeit aufgegriffen. Unter anderem findet ein Vortrag zu Fairtrade am 14. November statt. Am Aiblinger Gymnasium wiederum wurde das Thema im Rahmen des Religionsunterrichts behandelt.

Das Siegel "Fairtrade" auf Produkten wird Anita Fuchs zufolge ebenfalls von TransFair für fair gehandelte Produkte vergeben. "Ziel ist die Förderung benachteiligter Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika durch die Einhaltung der Faitrade-Standards." Diese seien unter anderem: Verbot von Zwangsarbeit und illegaler Kinderarbeit, menschenwürdige Arbeitsbedingungen, garantierte Mindestpreise, langfristige Handelsbeziehungen, umweltschonende Wirtschaftsweise.